Im August habe ich das erste Mal Venedig sehen können. Die Lagunenstadt. Die schwimmende Stadt. Die Stadt, gebaut auf Holzpfählen.

Es war schöner, als ich es mir je erträumt hätte.

Die ganzen kleinen, verwinkelten Gassen, die öfters in einer Sackgasse enden und die vielen Brücken haben mich fast vergessen lassen, wo ich war. Ich hätte meinen können in einer der Geschichten gelandet zu sein, die ich sonst lese.

Allerdings habe ich mich auch öfters verlaufen oder bin einer Brücke gefolgt, die an einer verschlossenen Haustür endete. Diese Stadt ist das reinste Labyrinth! Einfach nur herrlich!

Begeistert war ich auch von der Ruhe die in dieser Stadt herrschte. Kein Motorenlärm, keine Autos, keine wild klingelnden Fahrräder. Nur die Füße können einen dahin bringen, wo man hinwill. Oder aber eine der vielen Gondeln, wobei ich die zu teuer finde. Über den Canal Grande, wie zu den anderen Inseln Venedigs, fuhren aber Vaporettos. Das sind kleinere Schiffe die wie Busse, je nach Linie, unterschiedliche Stationen anfahren.

Natürlich waren auch viele andere Touristen unterwegs, doch sobald man einer schmalen Gasse gefolgt ist, war man beinahe allein. Kleine Plätze und verlassen wirkende Innenhöfe warteten hinter jeder Ecke auf neugierige Besucher.

Ich würde jederzeit wieder Urlaub in Venedig machen, doch das nächste mal vielleicht lieber ein oder zwei Monate später. Die Hitze hat mir doch ziemlich zu Schaffen gemacht. Zum Glück war das Hotelzimmer klimatisiert, denn Nachmittags habe ich es in der prallen Sonne kaum noch ausgehalten.

Außerdem habe ich auch den Dogenpalast besichtigt sowie die Insel der Glasbläser, Murano. Auf der Insel Lido war dann auch ein ausgedehnter Strandspaziergang möglich, denn diese Insel hat den einzigen Strand von Venedig.

Sechs Tage war ich dort und finde, es hat zeitlich gut ausgereicht. Ich war jeden Tag unterwegs und da die Stadt gar nicht so groß ist, kann man in einer Woche eigentlich alles sehen, was es so an Sehenswürdigkeiten gibt.

Ich glaube ja, dass die Stadt irgendwann durch den steigenden Meeresspigel im Wasser versinken wird (ja, ich weiß, es klingt schrecklich und ich bin pessimistisch, tut mir leid) und bin froh, dass ich sie noch in ihrer ganzen Pracht sehen konnte, um sie so in Erinnerung zu behalten.