Das Lied des Eisdrachen

von George R. R. Martin

Adara ist ein Winterkind, geboren in der eisigsten Nacht seit Menschengedenken. Und Adara ist anders: Sie liebt die Kälte, das Eis und die Stille. Ihr einziger Freund ist ein kristallblauer Drache, der sie eines Winters besucht. Als eines Tages feindliche Drachenkämpfer Adaras Heimat bedrohen, ist es die Freundschaft zwischen Winterkind und Eisdrachen, die ihr Zuhause und das Leben ihrer Familie rettet. Doch der Preis, den sie dafür bezahlen muss, ist hoch …

Es ist eine kurze Geschichte, daher habe ich mich, was die Handlung betrifft, wieder auf das beschränkt, was auf Lovelybooks als Inhaltsangabe stand. Mehr kann ich dazu auch nicht sagen, ohne zu viel zu verraten. Das Büchlein hat leider nur 128 Seiten, dabei hätte ich wirklich gerne noch viel mehr von Adara gelesen!

Beim Lesen merkt man schnell, dass es „nur“ als Kurzgeschichte und nicht als mehr gedacht ist. Es fehlen viele Informationen, die Geschichte geht geradlinig voran, es gibt keine Wendungen und Überraschungen. Das Ende kam für mich etwas abrupt und wirkte sehr abgehackt, als müsse hier unbedingt Schluss sein, doch trotzdem konnte es mich sehr berühren.

Der Schreibstil hat etwas märchenhaftes und zog mich unweigerlich in seinen Bann. Da es ein Kinderbuch ist, war es natürlich sehr leicht und einfach geschrieben, voller kurzer Sätze, doch auch als Erwachsene hat mir das gut gefallen.

In den wenigen Seiten war es schwer, die Charaktere und die Welt, in der sie leben, wirklich gut auszuarbeiten – ich hatte nicht allzu viel erwartet. Und wurde positiv überrascht. Auch zu den Charakteren fehlten natürlich viele Informationen, doch ich konnte mir ein sehr gutes Bild machen. Die Welt dagegen wird nur sehr knapp umrissen, genau wie die Wesen, die darin leben. Die Eidechsen, die schmelzen, wenn man sie festhält, die Drachen, der Krieg. Doch das alles ist auch nebensächlich, obwohl spannend, denn es geht um Adara und die Kälte in ihr.

Mein absolutes Highlight waren jedoch die wundervollen Illustrationen, die beinahe jede Seite des Buches zieren. Ob Drachen, Menschen oder Szenen – die Illustrationen geben dem Buch das gewisse Etwas und haben mir einen Teil der Informationen gegeben, die mir in der Geschichte selbst gefehlt haben. Außerdem waren sie einfach wunderschön anzusehen!

Trotz des abrupten Endes und dem Ausgang der Geschichte hat mir das Buch sehr gut gefallen! 4 ⭐️

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