Vor langer Zeit, im Zweiten Zeitalter Mittelerdes, wurden neunzehn Ringe geschmiedet. Jeder verlieh dem Träger ein langes Leben und Zauberkraft. Aber Sauron, der Dunkle Herrscher von Mordor, schuf heimtückisch einen Herrscherring, mischte dessen geschmolzenes Gold mit seinem Blut und seiner Lebenskraft, in der Absicht, alle anderen Ringe in seine Gewalt zu bringen.

Lange galt der Eine Ring als verloren. Doch nun erheben sich erneut die Schatten von Osten. Sauron erhielt Kunde, der Ring sei im Auenland, im Besitz eines gewissen Hobbits. Sauron schickt seine Schwarzen Reiter aus. Mit knapper Not und nur mit Hilfe des Zauberers Gandalf gelingt es Frodo und seinen Gefährten, zu entkommen. Doch das ist erst der Anfang des Abenteuers, das Frodo ins Reich der Elben und in die alte Zwergenstadt führen soll…

Ich habe mich, muss ich leider gestehen, viel zu lange davor gedrückt die Bücher zu lesen. Zum Teil lag es wohl daran, dass mir „Der Hobbit“ als Buch nicht wirklich gefallen hat. Zum anderen lag es wohl daran, dass ich die Filme schon kannte und gut finde.

Jetzt endlich habe ich mich aber doch überwunden sie zu lesen und ich war positiv überrascht.

Der Schreibstil gleicht in nichts dem des „Hobbits“ und auch die Geschichte selbst ist ausführlicher. Schon mit den ersten Seiten begann ich die Bücher zu mögen.

Viel zu schnell war ich am Ende des ersten Bandes angelangt, habe sofort den zweiten verschlungen und der dritte Teil war auch in kurzer Zeit beendet.

Für alle, die nur die Filme kennen, werde ich mir nicht die Mühe machen jeden Unterschied aufzuführen, der mir aufgefallen ist, das war etwas, das ich schon erwartet hatte. Das ist bei jeder Buchverfilmung so und wird auch in Zukunft so sein.

Stattdessen kann ich nur empfehlen einmal in diese gewaltige Buchwelt einzutauchen. Wunderschöne oder erschreckende Landschaften, wundersame Begegnungen, herrlich ausgearbeitete Charaktere die wunderbar miteinander interagieren und eine Reise, die das Schicksal der Welt bestimmt. Was will ich mehr?

Nun, eine kleine Liebesgeschichte hatte ich, aufgrund der Filme, schon erwartet, doch in den Büchern war das, was zwischen Aragon und Arwen war, nur eine kleine Randbemerkung am Ende des dritten Bandes. Das fand ich zwar schade, aber es war für die Geschichte an sich auch nicht wichtig.

Die Aufteilung allerdings gefiel mir ausgesprochen gut. Ab dem zweiten Band ist die Gemeinschaft in einzelne Gruppen aufgespalten und man liest nicht mal hier, mal dort. Stattdessen wird erst die Geschichte von Legolas, Aragon und Gimli erzählt, wie sie die Orks verfolgen, dann wird erzählt, was Merry und Pippin erleben und dann erst die Geschichte von Sam und Frodo. Auch im dritten Band gilt diese Aufteilung, sofern sich die Handlungsstränge nicht vermischen, bzw. Die Figuren zueinanderfinden.

Allerdings muss ich leider sagen, dass ich einige Gespräche, zum Beispiel das Treffen im Rat von Elrond, ziemlich langatmig fand. Nicht uninteressant, aber es hat sich doch ziemlich gezogen. Zum Glück gab es von diesen Stellen nicht all zu viele im Lauf der Geschichte.

Alles in allem kann ich jedem empfehlen diese Bücher einmal gelesen zu haben. Trotz der Filme und auch wenn man, wie ich, „Der Hobbit“ als Buch nicht wirklich mochte.

4 von 5⭐️