Bastian Balthasar Bux entdeckt in einem Antiquariat ein Buch, das ihn auf magische Weise anzieht: „Die unendliche Geschichte“. Er liest vom Reich Phantasien, in dem sich auf unheimliche Weise das Nichts immer weiter ausbreitet. Schuld daran ist die geheimnisvolle Krankheit der Kindlichen Kaiserin, die einen neuen Namen braucht, um gesund zu werden. Den kann ihr aber nur ein Menschenkind geben. Sollte Bastian selbst jenes Kind sein, das Phantasien zu retten vermag? Zusammen mit dem jungen Krieger Atréju und dem Glücksdrachen Fuchur begibt er sich auf eine Reise durch Phantasien, in der bald jede Minute zählt.

Das Buch wird inzwischen 40 Jahre alt und endlich, endlich habe ich es zum ersten Mal gelesen.

Was soll ich sagen? Ich war begeistert!

Der Aufbau der Geschichte war faszinierend. Erst liest man aus Bastians Sicht und wenn er liest, liest man die Geschichte im Buch „Die unendliche Geschichte“ selbst. Nach und nach wird es allerdings seltsam, denn das, was in dem Buch steht, scheint sich immer mehr auf Bastian zu beziehen, bis er schließlich, im wahrsten Sinne des Wortes, in die Geschichte eintaucht.

In Phantasien kann er nur durch seine Wünsche vorankommen, doch jeder Wunsch hat einen hohen Preis. Für jeden verliert er eine Erinnerung an die echte Welt und sein wahres Selbst. Das Problem ist, dass er selbst davon nichts merkt.

Eine herrliche Geschichte über eine Welt der Phantasie, die aus den Gedanken und Wünschen der Menschen entsteht. Und eine wunderbare Erzählung darüber, den Weg zurück zu sich selbst zu finden.

Es ist zwar eigentlich ein Kinderbuch, doch wenn ich beim Lesen der Hauptperson am liebsten an die Gurgel gegangen wäre und geschrien hätte „Merk doch endlich, was du da tust!“, dann hat mich das Buch auf jeden Fall auch als Erwachsene mitgenommen.

Ich kann es jedem Fan der Phantastin uneingeschränkt empfehlen, ob jung oder alt, völlig egal. Es ist wunderschön.

5 von 5 ⭐️