Das Schwierigste für mich beim Schreiben ist nicht das Ende. Das steht in den meisten Fällen für mich schon fest und wenn nicht, dann ergibt es sich im Laufe der Geschichte, oder durch den Verlauf der Geschichte, ändert sich das Ende.

Auch der generelle Inhalt ist nicht unbedingt ein Problem für mich. Die meisten Dinge, die geschehen stehen für mich auch schon fest und der Rest ergibt sich durch meine Charaktere, die einfach tun, wonach ihnen der Sinn steht.

Mein Problem ist der Anfang der Geschichte. Das ist der Teil, der für mich immer am längsten dauert, bei dem ich mich die meiste Zeit aufhalte und der mindestens einmal noch überarbeitet wird.

Wo wirft man den Leser in die Geschichte?

Was lässt man ihn als erstes sehen? Die Normalität oder ist alles schon eskaliert und erst im Laufe der ersten Kapitel wird dem Leser die Vorgeschichte klar?

Jetzt, wo ich den zweiten Teil meiner Geschichte schreibe, ist für mich die wichtigste Frage: Wie viel Zeit lasse ich zwischen den beiden Bänden verstreichen?

Je mehr Zeit verstreicht, desto mehr muss erklärt werden, damit der Leser versteht wann und wo die Geschichte weitergeht.

Was ist in der Zwischenzeit alles passiert?

Wie zeige ich, dass meine Charaktere sich durch das, was sie erlebt haben, verändert haben? Sind diese Veränderungen subtil oder eher offensichtlicher?

Nach den ersten Kapiteln fällt es mir dann schon leichter das, was sich in meinem Kopf befindet so zu strukturieren, dass auch der Leser alles versteht.

Aber das ist ein Punkt, an den muss ich erst einmal kommen.

Danach schreibt sich die Geschichte dann fast von selbst.

Ab und an kommt es auch vor, dass ich mir unsicher bin, was das zwischenmenschliche Verhalten meiner Charaktere angeht. Dann gebe ich das Manuskript an meine verlässlichste Testleserin, die sich nicht scheut, mir ihre Meinung schonungslos und direkt ins Gesicht zu sagen. Das hilft mir dann immer weiter. 😉